Verantwortung is(s)t regional

8. Oktober 2020
Marcel Völger, Geschäftsführer der Rasteder Niederlassung von Susi's Farm / Foto: © von Mende Marketing GmbH

Was für eine Frage? Natürlich ist „Susi’s Farm“ biozertifiziert. Dem Geschäftsführer der Rasteder Niederlassung Marcel Völger ist das allerdings nicht so wichtig. Bio sei inzwischen leider ein sehr dehnbarer fast schon inflationärer Begriff, bedauert er. Für ihn steht ohnehin fest: „Regional und artgerecht – darauf kommt es an.“ Ende 2018 eröffnete er direkt am historischen Hirschtor eine Fleischerei mit Mittagstisch und kleinem Hofladen. Alles, was dort angeboten wird, kommt aus einem Umkreis von 100 Kilometern. Etwas, worauf der 30-Jährige Wert legt. Und auf die faire Bezahlung der Erzeuger. „Sie produzieren schließlich unsere Lebensmittel“, unterstreicht er.

 

Familientradition

Marcel Völger weiß, wovon der spricht. Er ist bereits in der vierten Generation Fleischer: „Angefangen hat alles mit meinem Urgroßvater. Manche unserer Rezepturen sind demzufolge schon über 100 Jahre alt.“ Das Experimentieren liegt ihm somit im Blut. „Man muss immer versuchen, möglichst viel selbst zu machen“, sagt er mit Blick auf sein Sortiment. Im Moment ist es noch gemischt. Einen Teil kauft er von Betrieben aus dem Umland oder wie seine Blockhouse-Steaks von Farmen in Uruguay, die ihre Herden artgerecht halten. Den anderen stellt er selbst her. Dazu gehört unter anderem seine Mettwurst oder die inzwischen schon legendäre Ellern-Bratwurst, „die völlig ohne Pfeffer auskommt

© von Mende Marketing GmbH

Zutaten


Zubereitung


Ganzheitliches Geschmackserlebnis

Sein persönliches Lieblingsrezept ist übrigens Erbsensuppe (Hier geht’s zum Rezept). „Ein ehrliches, gutes Essen“, bringt er es auf den Punkt. Jedoch eines, für dessen Zubereitung man Zeit benötigt. Denn wenn es um das Thema Genuss geht, sollte man seiner Meinung nach nicht auf die Uhr schauen. Das fängt schon beim Einkaufen an. Am liebsten würde der 30-Jährige daher in seinem Geschäft Handys verbieten. Seine Kunden sollen sich stattdessen auf das Wesentliche konzentrieren –  nämlich die Qualität ihrer Ernährung.

Gemeinsam mit seinem zehnköpfigen Team berät er deshalb ausgesprochen gern. Das liegt ihm besonders am Herzen. Nur so erfährt man beispielsweise, dass Marcel Völger nur wenig Salz für seine selbstgemachte Löwen-Bratwurst verwendet: „Dadurch bleibt die Rind-Kalbfleischmischung saftig und wird auf dem Grill nicht trocken.“

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Gelebtes Leitbild

Wer sich hinter „Susi’s Farm steckt“ lässt sich ebenfalls nicht so leicht zwischen Bestellung und Anruf auf dem Smartphone erklären. „Das ist kein Fantasiename. Susi gibt es tatsächlich. Nur heißt sie eigentlich Susanne Janßen und ist Psychologin und Landwirtschaftsmeisterin“, verrät ihr Geschäftsführer. Und die Farm? „Die befindet sich in Burwinkel und ist seit 1893 in Familienbesitz. Susi leitet den Hof jetzt in der vierten Generation.“

Vor neun Jahren kam der Fleischer in das bäuerliche Unternehmen. Seitdem ist die Philosophie von „Susi’s Farm“ auch seine: „Eine artgerechte Haltung ohne überfüllte Ställe, gutes Futter aus eigenem Anbau, Pflege und ein liebevoller Umgang sind eine absolute Selbstverständlichkeit und stehen nicht selten über den eigenen Interessen.“ Wenn Marcel Völger einen Wunsch frei hätte, dann wäre es folglich dieser: „Fleisch sollte man aus genau diesen Gründen nicht aus der Selbstbedienungstheke im Supermarkt kaufen, sondern sich darauf besinnen, dass sich Tierwohl und unsere Lebensqualität ergänzen und nicht ausschließen müssen.“

 

Kontakt
„Susi’s Farm“
Oldenburger Straße 103
26180 Rastede
www.susifarm.de

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*1786 Nr. 1
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