Die Beziehung zwischen drei Geschäftsführer:innen

Im Denken verbunden

7. Oktober 2022

Doepker

©von Mende Marketing

Was ist die Basis, um zusammen mit anderen Entscheider:innen ein Unternehmen erfolgreich zu führen? Eine gemeinsame Linie haben, findet Christian Schaefer. Er ist einer von drei Geschäftsführer:innen des Oldenburger Bauunternehmens Döpker. „Man spürt, ob es diese Verbindung gibt.“ Wie bei Jan Deharde und Hannelore Rathje, mit denen er ein kongeniales Trio an der Unternehmensspitze bildet. Die Verbindung: eine ähnliche Haltung, Humor und ein ganz bestimmtes Grundverständnis.


Sie unterscheiden sich im Alter, im Geschlecht, im Aufgabenbereich. Christian Schaefer (55) ist vorwiegend für Akquise und Angebotserstellung verantwortlich, Hannelore Rathje (55) kümmert sich um den kaufmännischen Bereich und Jan Deharde (33) leitet die operativen Geschäfte. Doch eines ist bei allen drei Geschäftsführer:innen der Alfred Döpker GmbH & Co. KG nahezu gleich: die Art zu denken.

 

Die ideale Nachbesetzung

„Wenn ich mit einer Idee auf Herrn Deharde zukomme, greift er sie auf und wir entwickeln sie gemeinsam weiter“, nennt Christian Schaefer als Beispiel. Der studierte Bauingenieur stieß 1999 zum Oldenburger Bauunternehmen, seit 2008 ist er geschäftsführender Gesellschafter. Auf Jan Deharde aufmerksam geworden ist er während dessen Praxissemester. Der Student habe sich nicht nur durch seine schnelle Auffassungsgabe ausgezeichnet, sondern vor allem auch durch sein Auftreten: „Wir beobachten, ob sich ein Praktikant aus eigener Initiative einbringt, mitdenkt und auch, ob er sich gut ins Team einfügt.“ Alle diese Eigenschaften hätte Deharde mitgebracht.

 

„Oft wissen wir schon voneinander, was wir denken,
bevor wir auch nur ein Wort gesagt haben.“

Jan Deharde

 

Nur konsequent: Direkt nach seinem Studium wurde der damals 25-Jährige als Bauleiter bei Döpker eingestellt. Seitdem ist nicht nur Jan Deharde an Erfahrung und Kompetenz gewachsen, sondern auch die Beziehung zwischen ihm und Christian Schaefer. „Oft wissen wir schon voneinander, was wir denken, bevor wir auch nur ein Wort gesagt haben“, beschreibt es Jan Deharde.

Als eine Führungsposition frei wurde, war deswegen klar, dass er die ideale Nachbesetzung sein würde. 2020 wurde er Prokurist, kurze Zeit später dann Geschäftsführer. Eine Entwicklung, die sich nicht steuern lasse, ist Christian Schaefer überzeugt: „Eine Konstellation, die so stimmig ist, kann man nicht gezielt suchen – entweder hat man eine Verbindung, eine gemeinsame Linie oder eben nicht. Das spürt man.“

Ein Finden ohne Suchen

Auch bei Hannelore Rathje gab es dieses Finden ohne Suchen. Lange Zeit war die Betriebswirtschaftlerin als freie Beraterin tätig, unter anderem für Döpker. „Was ich von Beginn an zu schätzen wusste, war die zwischenmenschliche Ebene, das Miteinander“, erzählt sie rückblickend. In der lockeren, offenen Atmosphäre konnte sie entspannt, motiviert und mit viel Freude arbeiten. 2021 entschied sie sich, als Geschäftsführerin fest ins Unternehmen einzusteigen.

 

Unterschiede ergänzen die Dreierspitze

„Wir wollen hier keine Unternehmenskultur mit starren Strukturen“, pflichtet Jan Deharde ihr bei. Dazu gehöre auch, sich jederzeit die Meinung des anderen einzuholen. „Das ist kein Muss, sondern ein Bedürfnis.“ So klar die Aufgabenverteilung auch ist, so bereichernd ist auch der Blick des jeweils anderen auf einen Neuauftrag, die Umsetzung eines Bauprojekts oder den Lösungsansatz für ein Problem. Diese Haltung prägt ihre Beziehung und hilft der Dreierspitze bei der Unternehmensführung. Denn unterschiedliche Sichtweisen und Argumente zusammenzuführen bewirkt, dass jede Entscheidung von allen mitgetragen wird.

Austausch findet deswegen nicht nur im wöchentlichen Jour fixe statt – vielmehr vergeht kein Tag, ohne dass die drei in unterschiedlichen Konstellationen das Gespräch suchen. Als kurzen Wortwechsel im Flur oder intensivere Besprechung im Konferenzraum. Sitzen die drei zusammen, schallt nicht selten ein Lachen durch den Flur.

©von Mende Marketing

Was die drei aneinander schätzen: das Grundverständnis

Da überrascht die Antwort auf die Frage nicht, was die drei Geschäftsführer aneinander schätzen. „Wir teilen den gleichen Sinn für Humor“, stellt Christian Schaefer fest. Daneben charakterisiere ihre Beziehung eine gewisse Lockerheit und der Respekt vor der Kompetenz des anderen, ist Jan Deharde überzeugt und Hannelore Rathje bemerkt: „Zwischen uns gibt es ein Grundverständnis.“

 

„Wir denken gleich, um anders zu denken.“
Christian Schaefer

 

Was dieses Grundverständnis im Kern ausmacht, hat zu tun mit der Branchenkultur einerseits und der Unternehmenskultur von Döpker andererseits. Wie Christian Schaefer es formuliert: „Die Baubranche gilt als relativ tradiert – wir haben uns vorgenommen, dieses Bild nicht zu bestätigen, sondern bewusst anders zu sein.“ Ihn beeindrucke, wie ähnlich die Ansätze der drei Geschäftsführer:innen seien, dieses „Anderssein“ auch zu leben. „Um es so auszudrücken: Wir denken gleich, um anders zu denken.“

©von Mende Marketing

Die Geschichte von Melanie und Tatjana

Für die Beziehung zwischen einer werdenen Mutter und ihrer Hebamme ist Vertrauen unverzichtbar. Wie es entsteht? Nicht nur mit einseitiger, sondern mit gegenseitiger Verlässlichkeit.

Neugierig geworden? Dann lesen Sie → hier die ganze Geschichte.

Zurück zur
Übersicht