Money Talks

18. November 2019
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Warum gerade Frauen mit dem Sparen aufhören und mit dem Anlegen anfangen sollten

Wenn Geld sprechen könnte, wäre es vermutlich unser allerbester Berater. Wo fühlst du dich am wohlsten? Wo bist du am sichersten? Wo vermehrst du dich am schnellsten? Einfache Antworten auf einfache Fragen – das wäre schön. Und auf Antworten sind viele von uns angewiesen. Vor allem die Frauen. Gerade dann, wenn es um finanzielle Vorsorge geht. Frauen verdienen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer, auch deshalb, weil sie oft in schlechter bezahlten Berufen oder in Teilzeit arbeiten. Wegen der daraus resultierenden deutlich geringeren Rentenansprüche droht ihnen eine besonders heftige „Rentenlücke“, also die Differenz zwischen dem zuletzt verfügbaren Nettoeinkommen und der später ausgezahlten Rente. Hinzu kommt, dass Erspartes wegen der niedrigen Zinsen seit Jahren an Wert verliert. Ein Ende ist vorerst nicht absehbar. Vor allem Sparerinnen sollten deshalb unbedingt umdenken und alte Vorbehalte ablegen. Die typisch deutsche „Aktienangst“ zum Beispiel.

Während in den USA 25 Prozent der Gesamtbevölkerung in Aktien investieren, sind es in Deutschland gerade einmal 6 Prozent. Dabei sind Wertpapieranlagen viel mehr als nur eine Alternative zu Tagesgeld und klassischen Sparvarianten. Sicher, wer mit speziellen Aktien und hoher Risikobereitschaft spekuliert, kann sogar sehr viel Geld verdienen (und verlieren). Für die Altersvorsorge sollte man allerdings das Risiko minimieren und auf eine zuverlässige Rendite setzen. Das funktioniert, indem man ein paar Dinge beachtet (Investment breit streuen, Risiko mixen, langfristig investieren, Zugriff auf „Notgroschen“ bewahren). So ist die Sparalternative sicherer, als viele glauben. Wer also seinen Lebensstil hoch und die Rentenlücke klein halten möchte, sollte mit jemandem reden, der sich auskennt. Zum Beispiel mit einem Finanzberater. Und bis zum Beratungstermin gibt es hier schon mal einen kleinen Schnellkurs, denn Frauen sollten mit dem Sparen aufhören und mit dem Anlegen beginnen.

 

Das sind Aktien

Eine Aktie ist nichts anderes als ein Anteil an einer sogenannten Aktiengesellschaft (AG). Als Aktienbesitzer ist man „Aktionär“ und Miteigentümer des Unternehmens. Und je nach Aktienart besitzt man auch ein Mitspracherecht und erhält einen Anteil an der Gewinnausschüttung, der Dividende, die unabhängig von Kursschwankungen gezahlt wird. Steigt der Kurs der Aktien, kann man beim Verkauf der Aktien zusätzlich profitieren.

 

Das sind Anleihen

Sowohl Unternehmen als auch Staaten geben Anleihen aus. Durch den Erwerb solcher Anleihen wird man zum Gläubiger und das ausgebende Land oder Unternehmen zum Schuldner. Anders als bei einer Aktie haben Anleihen-Käufer keine Stimm- oder Teilhaberrechte. Anleihen bringen Ihnen aber einen festen, vorher festgelegten Zinsertrag. Diese Zinsen werden alle sechs Monate oder jährlich zu bestimmten Terminen ausgezahlt. Eine sichere Sache mit geringem Risiko, aber derzeit auch mit nur geringen Zinsen.

 

Das sind Fonds

In einem Fonds sind viele verschiedene Wertpapiere unter einem Dach versammelt. Investiert man in einen Fonds, kauft man Anteile an diesem Wertpapier-Mix, genannt Portfolio. Es gibt viele Fonds mit ganz unterschiedlichen Portfolios. Zum Beispiel Mischfonds, bei denen man gleichzeitig in Aktien, Anleihen, Edelmetalle, Rohstoffe oder Immobilien investiert. Andere Fonds beschränken sich wiederum auf eine Sorte Wertpapiere, auf eine Branche oder eine Region. Fonds sind generell gut geeignet, das Risiko durch Streuung zu minimieren.

 

Das sind ETFs

ETFs (Exchange Traded Funds) sind Fonds, die im Gegensatz zu den gemanagten Fonds nicht von Fondsmanagern aktiv zusammengestellt und verwaltet werden. Sie werden stattdessen oft an sogenannten Indizes ausgerichtet, zum Beispiel am wichtigsten deutschen Aktienindex DAX. Sucht man sich nun einen DAX-ETF aus, investiert man automatisch in die 30 größten Aktiengesellschaften Deutschlands.

 

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Zutaten


Zubereitung


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*1786 Nr. 3

 

*1786 Nr. 2
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*1786 Nr. 1
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