WEIL NÄHE DIE BESTE MEDIZIN IST


Wer geht schon gern in Krankenhäuser? Die meisten Menschen meiden sie, solange sie die Wahl haben. Bei Marie Schön ist das anders. Die Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege liebt diese besonderen Orte. Sie sieht stets das Positive – die Hilfe, die Heilung. Zudem kann Marie dort tun, was ihr am Herzen liegt: da sein für andere.

8. Oktober 2021

Beziehung als Behandlung:
Warum Nähe zählt


Das Klinikum Oldenburg gleicht einem Bienenstock. Türen öffnen und schließen sich, Menschen kommen und gehen. Über 140.000 Fälle werden jedes Jahr registriert, fast 400 pro Tag.

Ein ruhender Pol inmitten dieses Trubels ist Marie. Die 22-Jährige ist aufmerksam und ansprechbar, sie strahlt menschliche Wärme aus. Damit gibt sie ein Signal: Ich bin für euch da.

„Pflege ist etwas sehr Besonderes, weil man ganz nah am Menschen ist und in die intimsten Momente Einblicke erhält – egal, ob es die Körperpflege betrifft oder die Psyche, die Gedanken.“

Marie Schön

Nähe ist für Marie mehr als eine räumliche Situation. Nähe bedeutet für sie sehen und spüren, verstehen und vertrauen, aber auch: geben und nehmen. “Das ist das Schöne – dass man immer wieder Erfahrungen austauscht und ganz viel voneinander lernt”, erzählt sie. Diese Haltung wurzelt tief in ihrer eigenen Vergangenheit. Von klein auf hat sie ihre alleinerziehende Mutter unterstützt und war für ihre jüngere Schwester da. Diese Rolle hat sie nicht etwa als Belastung empfunden, sondern als Bereicherung. Die frühe Verantwortung bedeutete vor allem Verbundenheit.

Heute profitieren ihre Patient:innen davon. Die persönliche Hinwendung spielt eine große Rolle in Maries Arbeitsalltag, denn durch sie entsteht Bindung. “Man merkt, wie wichtig es für uns als soziale Wesen ist, dass wir zueinander Beziehungen aufbauen”, beschreibt die junge Pflegekraft die emotionale Ebene der Behandlung.

Der enge Kontakt zu anderen Menschen hat für Marie beruflich und privat hohe Bedeutung. Für ihre Patient:innen ist er sogar noch mehr, nämlich ein wichtiger Teil der Therapie.

 


Zusammen reden oder gemeinsam schweigen – Marie spürt auf unterschiedliche Weise, wie sehr die Patient:innen ihre Zuwendung schätzen. “Der Schlüssel ist es, sich für die anderen Zeit zu nehmen, sich auf sie einzulassen, sie zu verstehen und sie zu sehen.” Denn auch das heißt: Ich bin für euch da.

Uns geht es wie Marie. Wir teilen ihre Sicht auf die Dinge. Deshalb haben wir uns auch zum Beispiel sehr gerne für die Klinikclowns Oldenburg engagiert. Weil auch sie für andere da sind. Und weil’s um mehr als Geld geht.

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